LTE als DSL-Alternative. Not!

Aktuell wirbt Vodafone damit, dass Warstein bzw. das Möhnetal als eine der ersten Regionen ohne breitbandiges Internet noch vor Weihnachten LTE bekommen soll.

Aus reiner Neugier hab ich mir deswegen mal die Preise/Konditionen angeschaut und musste feststellen, dass LTE keine Alternative zu DSL ist.

Die günstigste Variante schlägt bei einer 24 monatigen Laufzeit mit 42,29 EUR/Monat zu buche … für 7,2 MBit downstream und 10GB Volumen. Darüber hinaus gibt es noch 21,6 MBit und 15GB Volumen für 52,49 EUR/Monat, bzw. 50MBit und 30GB für 72,49 EUR/Monat. Die Downstreams sind alles nur theoretische Maximal-Werte … die tatsächliche Bandbreite hängt immer davon ab mit wievielen LTE-Kunden man sich eine Zelle teilt.
Alle Tarife gelten nur für „normale“ Endkunden, ohne Überlassung and Dritte oder Business-Nutzung. Achja, VoIP ist natürlich auch nicht erlaubt. „Mitnehmen“ lässt sich LTE auch nicht, dafür gibt es einen „Zuhause-Bereich“ der sich in einem Radius von bis zu 2km um die Kundenadresse befindet. Darüber hinaus wird mit 9ct/Minute und 5-Minuten-Taktung abgerechnet (Quelle).

Zum Vergleich: die „Vodafone Mobile Connect Flat“ beinhaltet ebenfalls einen Downstream von bis zu 7,2 MBit, allerdings nur 5GB Volumen. Dafür ist man aber auch schon mit 34,95 EUR/Monat (24 Monate Laufzeit) mobil online (und nicht nur im Radius von 2km).

Mein Fazit: so wird das nichts mit LTE, nicht bei diesen Preisen und Konditionen (T-Mobile macht es derweil nicht besser, im Gegenteil). Die „weissen Breitbandflecken“ müssen wohl noch länger auf bezahlbare Breitbandanschlüsse warten.

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